Keine Zeit zum Korrekturlesen? Diese drei Tools verbessern Ihre Onlinetexte

Eine Mail, schnell zwischen zwei Terminen eingetippt und abgeschickt, ein kurzer Post auf Twitter oder kleiner Beitrag für Facebook: Wer online etwas schreibt, bei dem muss es oft schnell gehen. Bei diesen Texten, und seien sie auch noch so kurz, ist die Gefahr für unentdeckte Flüchtigkeitsfehler daher relativ hoch – doch einige Online-Tools versprechen Abhilfe.

Seit Ende November blickt Ihnen auf Wunsch der Duden höchstpersönlich über die Schulter, wenn Sie Mails, Social-Media-Beiträge oder eine News für Ihre Webseite eintippen. Ein Klick auf den gelben M-Button – das M steht dabei für Mentor – genügt, um den Rechtschreibapostel mit gelbem Stift die Textstelle einzeichnen zu lassen, an der es mit der Rechtschreibung hakt. Wer die kostenlose Version nutzen und nicht nur 800 Zeichen auf einmal prüfen lassen will, muss sich ein Benutzerkonto bei Duden anlegen. Für bis zu 40.000 Zeichen (was bei Social Media und Mails allerdings selten vorkommen wird) und Zusatzfunktionen wie Synonym-Vorschläge oder eine Schreibstiloptimierung muss ein Premium-Account her.
Komplett kostenlos ist dagegen das LanguageTool: Es überprüft Texte auf Grammatik- und Rechtschreibfehler. Geht man mit einem Doppelklick auf ein Wort, werden automatisch mehrere Synonyme angezeigt – was gerade im Alltag eines Texters von großem Vorteil ist. Über eine Premium-Version können alle nachdenken, die oft fremdsprachige Texte schreiben: Dabei kann einem das LanguageTool dann auch unter die Arme greifen.
Einen etwas anderen Ansatz, um einen Text zu verbessern, hat darüber hinaus das Tool Leichtlesbar, das den sogenannten Flesch- oder Lesbarkeitsindex ermittelt. Der Index ist benannt nach dem amerikanischen Autor Rudolf Flesch. Er berücksichtigt, wie viele Wörter ein Satz im Schnitt hat und wie viele Silben die Wörter des Textes im Durchschnitt haben. Daraus ergibt sich der Index: Je höher dabei der Wert ausfällt, desto leichter verständlich ist der Text. Texte mit einem Index von 0-30 eignen sich vor allem für Akademiker, allgemein verständliche Texte sollten einen Wert von etwa 60 bis 70 haben.

Hand hoch, wer jetzt testen will: Für Chrome steht der Duden-Mentor als Erweiterung bereit, für Firefox als Add-on. Das LanguageTool gibt es ebenfalls als Plugin. Den Lesbarkeitsindex prüft Leichtlesbar für Sie, allerdings muss der Text vorab per Copy-and-paste eingefügt werden.

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